Zum Hauptinhalt springen

Lüneburgs Tischtennis-Asse holen drei Landesmeistertitel
115 Senioren schlugen in den Altersklassen 40 bis 55 auf
Sittensen

| TTVN

©Ralf Koenecke

Das „Jo“ oder „Come on“ eines Felix Lingenau vom TV Hude war auch am Ende der Sporthalle noch unüberhörbar und belegte einmal mehr den großen, sportlichen und konzentrierten Einsatz am Wettkampf-Tisch. Emotionen, spektakuläre Ballwechsel, unerwartete Siege und auch mal ein enttäuschtes Gesicht boten die insgesamt 115 Teilnehmer, darunter auch 44 Akteure des Tischtennis-Bezirksverbandes (TTBV) Lüneburg, bei den 50. Landesmeisterschaften (LM) der Senioren der Altersklassen (AK) 40 bis 55. Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr, war der VfL Sittensen am 9. und 10. März 2024 wieder Durchführer dieses Turniers, das vom Organisationsteam Jens Bardenhagen, Michael Bitschkat und Hilmar Heinrichmeyer als Ressortleiter, Seniorensport im Tischtennis-Verband Niedersachsen optimal geleitet wurde.

Mit den Gruppenpartien im Einzel in den Wettbewerben der Altersklassen (AK) 40, 45, 50 und 55 begann der erste Wettkampftag traditionell, der mit rasanten Mixed-Finals endete. Zeitgleich fanden die Mixed-Endspiele der AK 40 und 50 statt, bei dem auch ein TTBV-Akteur am Ende jubelte. Anton Anton (ESV Lüneburg, Bezirk Lüneburg) kratzte an der Seite von Jennifer Kaufmann (MTV Vollbüttel, Bezirk Braunschweig) öfter Bälle vom Hallenboden weg, die ihm Malte Plache und Sandra Gornig aus dem Bezirk Weser-Ems servierten. Beim Matchball kam der „Toni-Kracher“ zwar zurück, landete aber nicht auf dem Tisch. Den 2. Platz im Mixed 45 sicherte mit Uta Bensemann eine weitere Lüneburgerin, an der Seite von Josef Rempe aus Vechelde (Bezirk Braunschweig).

Mit erhöhter Schlagzahl ging es am Sonntag in die Playoffs im Einzel und Doppel. Gemeinsam mit Barbara Wagner (SV Grün-Weiß Mühlen, Bezirk Weser-Ems) erreichte Silke Stieglitz (TuS Harsefeld, Bezirk Lüneburg) das Doppel-Endspiel der AK 45 der Damen. Gegen das Fleestedt-Duo, Miriam Beutler und Anika Henke, lagen sie mit 2:0-Satzführung vorn. Im dritten Durchgang stand es 0:6 und 4:9 gegen Wagner/Stieglitz. Doch auch diesen Satz gewannen sie noch mit 13:11 und holten den Titel. Im Einzelfinale dieser Klasse sahen die Doppelsiegerinnen sich wieder. Mitte des ersten Satzes übernahm Barbara Wagner die Führung im Spielgeschehen, nutzte den zweiten Matchball nach drei Durchgängen und verlor mit ihrer ganzen Erfahrung aus vielen früheren Zweite-Bundesliga-Jahren bei insgesamt sieben Einzeln dieser Konkurrenz nur einen Satz. Es war ihr dritter Titel. Den einzigen Einzelsieg der TTBV-Vertreter gewann Nicola Betz vom ESV Lüneburg bei den 55er Damen. Ein etwas überraschender Erfolg, denn nach den QTTR-Werten war sie als drittbeste dieser Damenklasse geführt. Im Finale ging es bis in den Entscheidungssatz. Dort siegte die ESV-Akteurin mit 15:13 über Beate Koch vom SV Sandkamp aus dem Bezirk Braunschweig. Einen weiten Titel für den Bezirk Lüneburg in dieser AK sicherten Piotr Slodczyk (VfL Sittensen) und Frank Stoldt vom TuS Wremen aus dem Kreis Cuxhaven.

Bei den Damen der AK 50 schrammte Birte Mangels vom TSV Germania Cadenberge mit 10:12 im fünften Satz im Finale gegen Simone Hohls (RSV Braunschweig) knapp am Titel vorbei. Doch im Halbfinale landete sie einen Coup beim Fünf-Satz-Sieg über Joanna Jerominek vom TSV Watenbüttel, die satte 174 QTTR-Punkte mehr auf dem Konto hatte als sie.

Drei Herren-Einzelfinals liefen zeitgleich. Bei der Wiederauflage des Endspiels der AK 40 der Herren von 2023 fiel das Zwischenfazit des Lüneburgers Anton Anton nüchtern aus: „Das war ein katastrophaler erster Satz.“ Doch die Partie gegen den spielstarken Oldenburger Malte Plache entwickelte sich zum hochklassigen Fight, der seine 5:1-Führung im Entscheidungssatz nicht mehr hergab und sich für die Vorjahresniederlage revanchierte. Neben den vielen, geballten Endspielen, schaffte am anderen Ende der Halle der Sittensener Ralf Schweneker zur gleichen Zeit die Qualifikation zur Deutschen Senioren-Meisterschaft. Bei der mit 25 Startern meldestärksten Turnier-Konkurrenz, gewann er das Match um den dritten Platz gegen Uwe Bertram (SSV Neuhaus, Bezirk Braunschweig). Die Leistungsdichte bei den Herren 50 war, mit Blick auf die vorderen Platzierungen, am ausgeglichensten aller Turnierklassen. Bei der letzten Entscheidung dieser 50. Landesmeisterschaft der Senioren jubelten nochmal die Vertreter des TTBV: Die Lüneburger Anton Anton und Johann Dell holten den Doppeltitel bei den Herren der AK 40, um kurz nach 14 Uhr am Sonntagnachmittag.

-Ralf Koenecke-

Aktuelle Beiträge