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Trauer um Günter Kuhl - Gründer des Hundener TTV
Vollblut-Ehrenamtlicher mit großem Herz
Hunden

| TTVN

Hunden. „Sie sind ein Mensch, der sich kümmert. Einer, der sich als Teil des Gemeinwesens versteht. Einer, der sich mit großem Engagement für die Belange der Gemeinschaft einsetzt…“ Mit diesen Worten zeichnete Landrat Rainer Rempe den Hundener Günter Kuhl 2017 mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland aus. In knappen Worten passte das genau zu Günther Kuhl, der immer da war, wenn er gebraucht wurde. Ein Dorffest, bei dem nicht jedes Kind auf Vereinskosten ein Eis bekam, gab es nicht. Nicht nur bei dieser Veranstaltung plante er fast alles. Doch nicht nur in Hunden sind ganz viele Menschen betroffen vom unerwarteten Tod des Dorfurgesteins, der am 11. November 2022 im Alter von 76 Jahren verstarb. Wenn man Günter Kuhl traf, war er meistens wieder in einem seiner „ehrenamtlichen Einsätze“ unterwegs. Die Zahlen erklären die Auszeichnung im Namen des Bundespräsidenten schnell: Seit 1968 war er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Hunden, dessen erster Jugendwart er auch war. Von 1973 bis 2003 führte er die Wehr als Ortsbrandmeister. Auch kommunalpolitisch war er aktiv: Seit 2006 im Gemeinderat Drage und ab 2011 war er im Rat der Samtgemeinde Drage tätig. Beim Landgericht Lüneburg war das Ehrenamtsvollblut als Hauptschöffe von 2013 bis 2018 im Einsatz. Die Feuerwehr zeichnete ihn mit dem Ehrenkreuz in Silber und Gold aus, der Landkreis Harburg mit dem Bürgerpreis. Auch die silberne Ehrennadel des DEHOGA-Kreisverbandes erhielt er.

Auf Sportebene sucht man Vergleichbares im Landkreis und in allen Himmelsrichtungen darüber hinaus, vergeblich. 1970 gründete er „seinen“ Hundener TTV und war bis zum Schluss 1. Vorsitzender. Der gelernte Kfz-Mechaniker kümmerte sich ums Kindertraining, leitete eine Schul-AG und bildete auch mit Horst Hahn, Peter Behr und Albert Block das erste Hundener TTV-Team vor 52 Jahren. Energisch setzte er sich einst für die den Bau der Sporthalle in Hunden ein, die 1990 eröffnet wurde. Davor flogen die Tischtennis-Bälle auf seinem Saal des Gasthofs „Zur Schmiede“ übers Netz und endeten schon mal am Bollerofen. Wenn er als Spieler nicht selbst im Einsatz war, stand er zwei Meter neben der Platte hinter seinem Tresen und bereitete „Erfrischungen“ rechtzeitig zum Spielende vor. Nach der silbernen Ehrennadel des Landessportbundes 1996 und der goldenen fünf Jahre danach, war die Ehrung des Kreissportbundes Harburg-Land für sein unermüdliches, sportliches Schaffen eine Punktlandung: Am 6. März 2020 genau 50 Jahre nachdem die Satzung des Sportvereins in Kraft trat, wurde er auf dem Fest des Sports in der Stadthalle in Winsen ausgezeichnet.

Günter Kuhl bleibt als Kämpfernatur, immer verlässlich, den Menschen zugewandt ebenso in Erinnerung wie ehrenamtliches „Vollblut“ mit dem ganz großen Herz. Das Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Marlies, den Töchtern Jessika und Sabrina und den beiden Enkelkindern. rk

                                                                                     -Ralf Koenecke-                

 

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