Saison 2020/2021 im Fokus der 10. Hauptausschusssitzung

Im Fokus der 10. Hauptausschusssitzung: Die Weichenstellung für die neue Saison. (Foto: TTVN)

Im Fokus der 10. Hauptausschusssitzung: Die Weichenstellung für die neue Saison. (Foto: TTVN)

Die 10. Hauptausschusssitzung des Tischtennis-Verbandes Niedersachsen (TTVN) fand in vielerlei Hinsicht unter besonderen Umständen statt.

Aufgrund der anhaltenden Coronakrise war der Veranstaltung eine Abfrage vorausgegangen, bei der sich die Mehrheit der Mitglieder für eine Präsenzveranstaltung aussprach. „Wir halten es für wichtig, dass wir uns aufgrund der zahlreichen anstehenden Entscheidungen auch persönlich austauschen“, berichtete TTVN-Geschäftsführer Heinz-W. Löwer im Vorfeld. So wurden am vergangenen Samstag in der Akademie des Sports Hannover die nötigen Voraussetzungen geschaffen, um die Hauptausschusssitzung unter den erforderlichen Hygienemaßnahmen durchzuführen.  Präsident Heinz Böhne eröffnete wie gewohnt die Sitzung, jedoch diesmal aus rund 60 Kilometer Entfernung, per Videoschalte vom heimischen PC aus. Aufgrund eines Schwedenaufenthaltes befand sich Böhne noch in der behördlich angeordneten Quarantäne.

Entscheidende Weichen konnten zur Vorbereitung der neuen Saison gestellt werden. TTVN-Ressortleiter Hilmar Heinrichmeyer präsentierte in seiner Funktion als Beisitzer des DTTB-Ressorts Wettspielordnung die aktuellen Ergebnisse aus der DTTB-Arbeitsgruppe „Anpassungen Mannschaftsspielbetrieb 2020/2021“. Demnach werde in Kürze der DTTB-Bundestag im Umlaufverfahren über einen von der genannten Arbeitsgruppe erstellten Antrag abstimmen, der eine Anpassung der Wettspielordnung vorsieht. Diese Anpassung soll den einzelnen Landesverbänden durch Einrichtung eines eigenen Entscheidungsgremiums Handlungsspielraum in Krisenzeiten geben. „Unsere Aufgabe ist es, dieses Entscheidungsgremiums im TTVN zu benennen, damit es die Rahmenbedingungen für die neue Saison festlegen kann“, erklärte Heinrichmeyer.

Der Hauptausschuss sprach sich einstimmig für das TTVN-Präsidium als entsprechendes Gremium aus. „Eine gute Lösung. Das Präsidium ist breit aufgestellt, kann schnell reagieren und sich je nach Themengebiet von den Spezialisten aus den einzelnen TTVN-Ressorts beraten lassen“, so Heinrichmeyer. Die Frage, wann das Gremium über den Start oder eine mögliche Verschiebung des Punktspielbetriebs entscheiden soll, ließ der Hauptausschuss noch unbeantwortet. „Zunächst muss der besagte Beschluss auf Bundesebene gefasst werden. Bis September kann zudem noch viel passieren, das haben uns die vergangenen Wochen und Monate eindrucksvoll vorgeführt. Daher lautet zunächst die Antwort: So früh wie möglich, aber so spät wie nötig! Auch Spielplanbesprechungen sollen – wie die Vereins- und Mannschaftsmeldung – erstmal so durchgeführt werden, als wenn eine normale Saison ansteht und diese im September startet“, sagte Dieter Benen, Vizepräsident Wettkampfsport.

Der Hauptausschuss tauschte sich zudem u.a. zu folgenden mit der Saisonvorbereitung verbundenen Fragen aus: Soll mit oder ohne Doppel gespielt werden? Welche finanziellen "Strafmaßnahmen" (Spielverlegungen, Nichtantreten, unvollständiges Antreten) sollen gelockert werden? Soll Zurückziehen weiterhin zum kompletten Verlust der Spielklassenrechte führen oder "nur" zum Abstieg? Das abgefragte Meinungsbild wird dem Präsidium als richtungsweisende Grundlage für die kommenden Entscheidungen zum Saisonstart dienen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die geplante Änderung der Satzung des TTVN. Die Mitglieder nahmen die Gelegenheit war, den von Ralf Kellner, TTVN-Ressortleiter Sportrecht, erarbeiteten Entwurf ausführlich zu diskutieren und Änderungsvorschläge einzubringen.

Andreas Schmalz, TTVN-Vizepräsident Finanzen, stellte den Haushaltsabschluss 2019 und die Haushaltsplanung 2020/2021 vor. Die Revisoren hatten zuvor eine ordnungsgemäße Buchführung festgestellt. Nach eingehender Darlegung und der Beantwortung von ergänzenden Fragen wurden der Abschluss und die Planung, in die Schmalz bereits einige coronabedingte Änderungen eingearbeitet hatte, einstimmig verabschiedet.

Der Hauptausschuss griff die Anregung des DOSB auf und empfiehlt allen niedersächsischen Tischtennispielern die Installation der Corona-App des Robert-Koch-Instituts, um so einen Beitrag zur Verringerung der Ausbreitung des Coronavirus zu leisten.

„Ich bin optimistisch, dass wir mit dem, was wir heute geregelt haben, zuversichtlich in die neue Saison gehen können. Auch wenn wir angesichts der fortdauernden Coronakrise jederzeit mit Rückschlägen rechnen müssen, sind wir gut aufgestellt“, so Sitzungsleiter Heinz-W. Löwer zum Abschluss des 10. Hauptausschusses.