Leistungssport
Deutschlandpokal: Herausforderungen gemeistert, Jungen 15 werden Zweiter
Nach Platz drei im letzten und Platz eins im vorletzten Jahr schaffte es der TTVN-Nachwuchs in diesem Jahr in der Gesamtwertung nicht auf das Treppchen des Deutschlandpokals, des Vergleichs der Auswahlmannschaften der Landesverbände. Trotzdem gab es gute Ergebnisse, vor allem den zweiten Rang der Jugend 15. Aber auch die Plätze vier bei den Mädchen 13, fünf bei den Mädchen 15 und neun bei der Jugend 13 lagen im Rahmen des Erwartbaren.
| TTVN | Andreas Lehmkuhl
Vor Herausforderungen stellt der Deutschlandpokal immer auch das Trainerteam. Gleich vier Mannschaften in drei verschiedenen Hallen wollen betreut werden. Die Mädchen und Jugend 13 spielten in Saarbrücken, Mädchen und Jugend 15 im hessischen Hofheim, allerdings in zehn Kilometer voneinander entfernten Spielstätten.
Einigermaßen herausfordernd für Beobachter ist der Deutschlandpokal-Modus: Auf Grundlage der QTTR-Werte werden die Teams aufgeteilt. Die acht vermeintlich besten landen in den Gruppen A 1 und 2, die anderen in B 1 und ggf. 2.
Platz eins und zwei der A-Gruppen ziehen direkt ins Viertelfinale ein. Platz drei und vier gehen in eine Zwischenrunde mit den ersten beiden der B-Gruppen. Bei den Mädchen 15 kamen auch noch der Dritt- und Vierplatzierte der einzigen B-Gruppe in die Zwischenrunde, bei der Jugend 15 schieden die direkt aus, und bei Mädchen und Jugend 13 zogen sie in eine Trostrunde ein, gemeinsam mit den Verlierern der Zwischenrunde.
So weit die - etwas verwirrende - Theorie, auch in der Praxis galt es, Herausforderungen zu meistern.
Besonders gut gelang das der Jugend 15 mit dem zweiten Platz. "Das war herausragend, das bestmögliche Ergebnis", freute sich Trainer Felix Malich. Mit Kirill Manalaki (SV 28 Wissingen) stand sogar ein Spieler aus Jahrgang 2013 im Team, der eigentlich noch in der jüngeren Altersklasse spielen dürfte. Da er diese aber schon im letzten Jahr dominiert hatte, rückte er ins Team der Älteren und lieferte hier ebenfalls ab. Musste er allerdings auch, da Moritz Jordan (MTV Jever) krank wurde und nur ein Doppel am Sonntag spielen konnte. So mussten Manalaki, Terry Choi (SV 28 Wissingen) und Bennet Jürgens (TuS Sulingen), der bei seinem ersten nationalen Einsatz für das TTVN-Team auf Anhieb überzeugte, komplett durchspielen. Als Gruppen-Erste zogen sie in die KO-Runde ein, schlugen hier auch noch Hessen 4:0 und Pfalz 4:3, erst im Finale war mit einem 2:4 gegen Bayern Endstation. "Das ging in Ordnung, die Bayern waren besser und auch frischer", fand Felix Malich.
Das zweitbeste niedersächsische Ergebnis holten mit Platz vier die Mädchen 13 Mia Sophie Geyer (MTV Engelbostel-Schulenburg), Clara Pinheiro (TuS Sulingen), Amelie Telgheder (SuS Buer) und Kristin Tuve (Hundsmühler TV). "Damit sind wir sehr zufrieden, der Einzug in die Runde der letzten vier war ein Erfolg", meinte Trainerin Christiane Praedel, die "eine geschlosssene Mannschaftsleistung", gesehen hatte. Aus der ragte Kristin Tuve mit 10:2 Siegen allerdings noch ein wenig heraus. Niederlagen gab es für das Team nur im Halbfinale gegen den WTTV sowie in der Gruppe und im Spiel um Platz drei gegen Hessen.
Einen Platz tiefer landeten die Mädchen 15 mit Sofia Hoppenworth, Pia Rempe (beide SV Arminia Vechelde), Mia Lüvolding (Hundsmühler TV) und Anna Radenbach (ASC Göttingen) als Fünfte. "In Ordnung, da gehören wir sportlich hin", fand Trainer Oliver Stamler. Positiv sei neben der starken Leistung (10:2 Siege) von Pia Rempe vor allem die Steigerung am zweiten Tag gewesen. Mit einem 3:4 gegen Thüringen war das Team in die Gruppenphase gestartet. Da Hessen nicht zu bezwingen war, bedeutete das den Gang über die Zwischenrunde gegen Brandenburg. 1:3 hieß es da nach dem Doppel. "Das war der Tiefpunkt, da bedurfte es einer etwas deutlicheren Ansprache", erzählte Stamler, "aber danach ging es klar aufwärts". Das Spiel gegen Brandeburg gewannen die TTVN-Mädchen noch 4:3. Danach war zwar Bayern eine Nummer zu groß, aber in den Platzierungsspielen gab es Siege gegen Berlin und Rheinland/Rheinhessen.
Auch die Jugend 13 sammelte in den letzten Spielen noch einmal Erfolgserlebnisse und wurde damit insgesamt Neunter. Ohne den in der höheren Altesklasse aufgebotenen Manalaki stellte der TTVN ein sehr junges Team. Neben den 2013er Jahrgängen Jan Schendel (Polizei SV GW Hildesheim) und Lukas Wotka (MTV Brackel) waren mit Felix Gravekarstens (Hundsmühler TV) und Jamie Jay Stang (TSG Hatten-Sandkrug) auch zwei 2015er dabei. In der Gruppe war für das junge TTVN-Team nichts zu holen, ärgerlich war das knappe 3:4 gegen Sachsen-Anhalt in der Zwischenrunde. Danach wurde aber noch die Trostrunde mit Erfolgen über Rheinland/Rheinhessen und Schleswig-Holstein souverän gewonnen.
Platzierungen:
Jugend 15 (Hofheim)
1. Bayerischer TTV
2. TTV Niedersachsen
3. Westdeutscher TTV
Mädchen 15 (Hofheim-Wallau)
1. Arge Baden-Württemberg
2. Hessischer TTV
3. Bayerischer TTV
5. TTV Niedersachsen
Jugend 13 (Saarbrücken)
1. Westdeutscher TTV
2. Hessischer TTV
3. Berliner TTV
9. TTV Niedersachsen
Mädchen 13 (Saarbrücken)
1. Arge Baden-Württemberg
2. Westdeutscher TTV
3. Hessischer TTV
4. TTV Niedersachsen
Zu allen Ergebnissen:
- Jugend und Mädchen 13: https://www.tischtennis.de/mkttonline.html?mkttid=978040c0
- Mädchen 15: https://www.tischtennis.de/mkttonline.html?mkttid=764b5490
- Jugend 15: https://www.tischtennis.de/mkttonline.html?mkttid=83ca76d0
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