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DTTB Talent Team Cup: Platz fünf und sechs für TTVN-Mannschaften, Schneesturm getrotzt und Team-Gefühl gestärkt!

Gut präsentiert hat sich Niedersachsens Nachwuchs beim Talent Team Cup im rheinland-pfälzischen Nassau - am und auch neben dem Tisch: Die Mädchen 13 kamen in der Endabrechnung auf Platz sechs, bei der Jugend 13 gab es Rang fünf.

| TTVN

Die TTVN-Delegation beim Talent Team Cup in Nassau ©TTVN

"Sportlich war das ein grundsolides Ergebnis. Vor allem haben alle unsere Vorgabe erfüllt und sich wirklich als Team präsentiert", meinte ein zufriedener Landestrainer Marian Jobmann. "TEAM Niedersachsen steht auf unseren Trikots, und genau das wollen wir an diesem Wochenende auch sehen", hieß es in der Vorbesprechung. Gespielt wurde in Nassau jeweils an eineinhalb Tischen, so dass immer mindestens die Hälfte der Aktiven von der Bank aus unterstützen konnte. "Das hat sehr gut funktioniert, alle haben maximalen Support geliefert. Das hat aber auch zusätzliche Körner gekostet, damit war das ein wirklich sehr intensives Wochenende für alle", stellte Jobman fest.

Intensiv aber nicht erst während der Spiele: Wegen des angekündigten Schneesturms "Elli" wurde die Anreise spontan vorgezogen. Statt am Freitagmorgen ging es schon am späten Donnerstagnachmittag gen Süden. Trotz sehr kurzfristiger Organisation und Ankündigung brachten sich Eltern und Aktive gut ein und machten das möglich. "Das war zwar in dem Moment etwas chaotisch, hat uns aber eine gute Anreise ermöglicht, wir sind schnell und sicher angekommen", freute sich Jobmann. Während einige Landesverbände gar nicht antraten und andere erst spät am Freitag ankamen, konnte das TTVN-Team schon während des Aufbaus in der Halle eine erste Trainingseinheit einlegen und später weiter am Teambuilding arbeiten: "Alle haben neue Kartenspiele gelernt", erklärte Jobmann schmunzelnd.

Am Sonnabend und Sonntag wurde es dann aber ernst. Wo sind die niedersächsischen Teams einzuordnen? Schwer zu beantworten für Jobmann und Anton Manalaki. In der Vorbesprechung kamen die beiden Trainer zu dem Schluss, dass für die auf Bundesebene eher unerfahrenen Mädchen und auch die Jungen, die ein Jahr jünger waren als viele ihrer Gegner, Platzierungen zwischen sechs und acht realistisch sein sollten.

Bei den Mädchen starteten Amelie Telgheder (SuS Buer), Natalie Schwab (Bippener SC), Mia Sophie Geyer (MTV Engelbostel-Schulenburg) und Lene Kwiatkowski (TuS Celle) mit einem 4:1 gegen Berlin. Im zweiten Spiel gegen Bayern fiel dann schon die Vorentscheidung im Kampf um Gruppenplatz zwei und damit den Einzug ins Halbfinale. Und die war deutlich knapper als das Ergebnis von 1:4 vermuten lassen könnte. Die letzten beiden Einzel verloren Telgheder und Schwab nur knapp in fünf Sätzen. Anschließend gab es noch ein 0:5 gegen den späteren Turniersieger Baden-Württemberg, dafür wurden Pfalz und Thüringen souverän 5:0 besiegt. Als Gruppendritter ging es am Sonntag weiter um die Plätze fünf bis acht. Gegen Sachsen-Anhalt gaben die TTVN-Mädchen nur zwei Sätze ab und nach einem 1:4 gegen Hessen stand somit Platz sechs zu Buche.

"Durch die nur knapp verpassten Halbfinal-Einzüge bei den Mädchen und der Jugend waren die Gefühle am Samstagabend ein bisschen gemischt, aber im Endeffekt waren die Ergebnisse sehr gut und vor allem die Team-Performances, alle haben sich gegenseitig super unterstützt", meinte Marian Jobmann.

Dem oberen Paarkreuz der Jugend-Mannschaft fiel das naturgemäß besonders leicht: Jamie Jay Stang (TSG Hatten-Sandkrug) und Felix Gravekarstens (Hundsmühler TV) sind gute Kumpel und Klassenkameraden, auch wenn sie in ihrer oldenburger Schule seit kurzem nicht mehr direkt nebeneinandersitzen. Auch Lukas Jürgens (TuS Sulingen) und Tony Choi (Nikolausberger SC) zeigten großen Teamgeist, so dass durch die gute Unterstützung an der Bande auch am Tisch starke Leistungen gelangen.

Hier ging es um den Halbfinal-Einzug sogar noch knapper zu als bei den Mädchen, und wieder war die Partie gegen Bayern entscheidend. Nach einem 5:0 gegen Sachsen-Anhalt traf das TTVN-Quartett auf die Süddeutschen und unterlag mit 2:3. Das einzige Fünfsatzspiel verlor Felix Gravekarstens, so dass es nach Sätzen am Ende sogar ausgeglichen 10:10 stand. Es folgten ein 3:2 gegen Saarland, ein 0:5 gegen Baden-Württemberg und ein 5:0 gegen Pfalz. Am Sonntag brachten dann ein 5:0 gegen Brandenburg und ein 3:2 gegen den RTTVR Rang fünf in der Gesamtwertung.

Nach dem Turnier waren die Autobahnen geräumt, so dass auch die Rückfahrt sicher und zügig ging. Trotzdem waren Spielerinnen und Spieler deutlich erschöpfter als noch auf der Hinfahrt. "Man hat gesehen, dass die Intensitätdes Talent Team Cups für alle noch ungewohnt und anstrengend war. Das bringt uns aber auch wichtige Erkenntnisse, woran wir arbeiten können. Alle acht Spielerinnen und Spieler sind beim nächsten Mini-Kader-Lehrgang dabei, da werden wir dann auch weiter an der Ausdauer feilen", meinte Trainer Jobmann am Ende des DTTB Talent Team Cups.

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