Zur Stärkung des Ehrenamts: Förderungen bis 1.500 Euro
Die Suche nach engagierten Personen für das Ehrenamt stellt Sportvereine zunehmend vor große Herausforderungen. Was lange als Selbstverständlichkeit galt, wird für viele Organisationen zur strukturellen Aufgabe. Mit ihrem fortlaufenden Mikroförderprogramm, in dem jederzeit, schnell und unkompliziert, Anträge gestellt werden können, setzt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) gezielt dort an, wo Vereine besonders unter Druck stehen: Bei der Gewinnung und vor allem der langfristigen Bindung ehrenamtlich Engagierter – unabhängig von Funktion oder Aufgabenbereich.
| TTVN | DTTB
Gefördert werden Projekte zur Stärkung des Ehrenamts mit bis zu 1.500 Euro, insbesondere in ländlichen und strukturschwachen Regionen. Voraussetzung ist ein Eigenanteil von mindestens zehn Prozent, der von den antragstellenden Organisationen zu leisten ist. Das Programm richtet sich ausdrücklich auch an kleinere Vereine, die mit überschaubaren, praxisnahen Maßnahmen nachhaltige Impulse für ihre Ehrenamtsarbeit setzen möchten – etwa durch Qualifizierungsangebote, Anerkennungsformate, neue Formen der Zusammenarbeit oder strukturelle Verbesserungen im Vereinsalltag.
Bindung von Ehrenamtlichen ausdrücklich eingeschlossen
In ihrem aktuellen Förderaufruf macht die Stiftung deutlich, dass nicht nur die Gewinnung, sondern ausdrücklich auch die Bindung von Ehrenamtlichen im Fokus steht. Damit rücken Projekte in den Mittelpunkt, die Wertschätzung sichtbar machen, Engagement erleichtern und Ehrenamtliche dauerhaft an den Verein binden – beispielsweise durch Fort- und Weiterbildungen, Mentoren- und Patenmodelle, die Verbesserung der internen Kommunikation oder die gezielte Einbindung neuer Zielgruppen in ehrenamtliche Aufgaben.
Diese Ausrichtung deckt sich mit zentralen Erkenntnissen aus dem Sportentwicklungsbericht: Ehrenamtliche, die sich unterstützt, qualifiziert und eingebunden fühlen, engagieren sich nachweislich länger und stabiler. Investitionen in begleitende Maßnahmen, Qualifizierung und eine positive Engagementkultur gelten daher als wirksame Instrumente, um Fluktuation zu reduzieren und ehrenamtliche Strukturen zukunftsfähig aufzustellen.
Prüfung der Förderfähigkeit vor Antragstellung empfohlen
Interessierten Vereinen empfiehlt die DSEE, vor der Antragstellung die Fördervoraussetzungen sorgfältig zu prüfen. Auf der Website der Stiftung steht hierfür eine Suchmaske zur Verfügung, mit der anhand der Postleitzahl überprüft werden kann, ob der Verein dem Förderkriterium „ländlicher Raum“ oder "strukturschwach" entspricht.
Projektbeispiele mit Förderbezug
• Ehrenamts-Patenprogramm
Erfahrene Ehrenamtliche begleiten neue Engagierte in den ersten Monaten, unterstützen beim Einstieg und geben Orientierung im Vereinsalltag.
Gefördert werden u. a. Sach- und Honorarausgaben für Workshops, Moderation und Materialien, die zur Umsetzung dieses Patenschafts- und Begleitprogramms benötigt werden, etwa für Schulungsunterlagen oder externe Moderation.
• Mini-Qualifizierungsreihe für Ehrenamtliche
Kurzformate zu Themen wie Kommunikation, Organisation oder Digitalisierung im Verein, offen für alle Ehrenamtlichen.
Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, inklusive Referentenhonorare und Workshop-Materialien, gehören ausdrücklich zu den förderfähigen Projektbestandteilen des Mikroförderprogramms.
• Wertschätzungs- und Austauschformat „Ehrenamt im Dialog“
Regelmäßiges Treffen für Ehrenamtliche mit moderiertem Austausch, Feedback und Anerkennung.
Hier können Veranstaltungskosten, Verpflegung und Moderationshonorare über die Förderung abgedeckt werden, da sie Engagement und Bindung stärken helfen.
Zur Webseite des DSEE-Förderprogramms
https://www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/mikrofoerderprogramm/
Zur PLZ-Suchmaske
plz-suche - Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt
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