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Zehntausende Kilometer aus Ozeanien zum Tischtennis-Cup nach Buchholz
Angelika Luise Walle und Lea Eberhardt reisen aus Tasmanien und Neuseeland an
Buchholz

| TTVN

©Ralf Koenecke

Die einheimischen Máori nennen ihn Kemoreti. Der Ort Cambridge liegt auf der Nordinsel Neuseelands. Zieht man eine gerade Linie zwischen diesem Ort am Ende der Welt, der zur Region Waikato gehört und Buchholz in der Nordheide, liegen dazwischen rund 18390 Kilometer. Für Angelika Luise Walle (im Bild rechts zu sehen) offenbar kein Hindernis für einen Start beim ersten großen Cup der Nordheide, der kürzlich in Buchholz stattfand. Nicht nur der sportliche Wettkampf war Ansatz für diese ungewöhnliche Reise. Hintergrund ist ein familiäres Treffen mit der Mutter in Tostedt. Als die inzwischen sympathische 60jährige vor 24 Jahren nach Neuseeland auswanderte, war ihr Schwager bereits da. Eigentlich sollte dieser besondere Umzug noch ohne Kind stattfinden. Doch es kam dann anders. Mit dem damals zweieinhalb Monate altem Sohn David, der inzwischen auf Grund eins Studiums in Deutschland lebt und bei diesem Turnier den 2. Platz in der A-Klasse der Erwachsenen belegte, ging es ins große Lebensabenteuer. Den Tischtennis-Schläger nahm Angelika Luise Walle erst kürzlich wieder in die Hand, nach rund fünf Jahren Pause, auf Grund von Knieproblemen. Davor war sie jedoch insgesamt zwölf Jahre durchgehend aktive Spielerin.

Ihr Abschneiden beim großen Cup der Nordheide kann schon als Paukenschlag gewertet werden. Denn in der Klasse bis 1450 Punkten gab sie während der Gruppenphase in vier Einzeln keinen Satz ab. Es ging für sie bis ins Halbfinale und damit auf Podestplatz drei! Auch im stärkeren Wettbewerb (QTTR-Wert: 0 bis 1600) schaffte sie mit einer 3:1-Spielbilanz den Sprung in die Play-offs. Am Ende dieses Wochenendes blieb unabhängig vom Sportlichen, ihr entspannter Blick zurück in der Halle und die Gewissheit, dass es in ihrer Wahlheimat alles nicht so hektisch zugeht, wie in Deutschland.

Auch Lea Eberhardt (im Bild links zu sehen) hat viele Kilometer für dieses Turnier zurückgelegt. Lange gehörte sie als etablierte Akteurin zur Damen-Mannschaft des TSC Steinbeck-Meilsen. Doch die Liebe zog die 30jährige nach Australien. Sie lebt und wohnt jetzt in Tasmanien, südlich der Hauptstadt Hobart, in Fern Tree. Zwischen ihrer neuen Welt am Rande des Indischen Ozeans und Buchholz liegen rund 16715 Kilometer Luftlinie. Nur einige Wochen ist sie jetzt wieder in Deutschland, auf Familienbesuch. Beim Turnier in Buchholz schlug sie am ersten Tag in der Damenklasse auf und war dann auch am Gelingen dieser Veranstaltung mit beteiligt.

-Ralf Koenecke-

 

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