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Große Bühne für den Tischtennis-Sport
Der TSC Steinbeck-Meilsen setzt mit seinem Premierenturnier über zwei Tage Maßstäbe
Buchholz

| TTVN

©Ralf Koenecke

Mölln, Magdeburg, Hannover, Herford, Berlin oder aus dem Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg – sie kamen aus allen Himmelsrichtungen zum kürzlich durchgeführten Tischtennis-Premierenturnier des TSC Steinbeck-Meilsen. Bei dem Deutschland weit geöffneten zweitägigen Event war darüber hinaus auch der Start für Akteure außerhalb des Bundesgebiets möglich: Angelika Luise Walle hatte mit rund 18390 Kilometern (Luftlinie), die mit Abstand größte Anreise hinter sich. Denn sie wohnt am anderen Ende der Welt, im neuseeländischen Cambridge.

230 Akteure bei der Premiere

Die organisatorische und logistische Herausforderung des für die Veranstaltung federführenden Jan-Philipp Dechow und seinem Team für den ersten großen Cups der Nordheide begann schon viele Tage vor dem ersten Aufschlag: Da die eigene Punktspielhalle zu klein war, wichen die Veranstalter in die Arena zur Sporthalle Schulzentrum II, Sprötzer Weg 33 in Buchholz aus. Die Hälfte der Platten stellte der SC Klecken zur Verfügung.

Das große Interesse an diesem Turnier drückte sich auch in Zahlen entsprechend aus. Von den 253 angemeldeten Akteuren starteten schließlich 230 in den acht angebotenen Wettbewerben.

Tag eins begann um 10:00 Uhr zunächst mit zwei Konkurrenzen. Bei den Erwachsenen bis zu einem QTTR-Wert von 1450 Punkten siegte ein Akteur, dessen Punktekonto gänzlich leer war. Michael Beutling vom WSG Königs Wusterhausen aus Brandenburg, offensichtlich kürzlich erst mit Schläger und Ball aktiv, verlor nur während der Gruppenphase eine Partie und bezwang im Finale Nils Nörenberg (TTV Harburg) in vier Sätzen.

Baars und Imkampe holen Heimtitel

Die Gastgeber des TSC Steinbeck-Meilsen sicherten anschließend zwei Konkurrenzen. Bei der Jugend 19 (0 bis 900 Zähler) stand Karl Frederik Baars auf dem obersten Podest. Während der Gruppenphase unterlag er Tien Anh Kenny Tran (SV Holm Seppensen) noch im Entscheidungssatz: Im Finale dann die Revenge, die mit 11:7, 13:11, 12:10 endete. Im Finale bei den Damen (0 bis 3000 Punkte) zog Aenne Imkampe (im Bild zu sehen) den zweiten TSC-Titel an Land. Im Endspiel gegen Meira van der Slyk (TuS Ekern) holte sie den 1:5-Rückstand im zweiten Durchgang auf, ballte nach dem Vorhandschuss zum Satzball von 11:9 die Faust und musste doch am Ende des 3. Satzes etwas zittern. Aenne Imkampe ließ bei 10:8-Führung zunächst zwei Matchbälle liegen. Den fünften verwandelte sie dann zum 15:13. Das Time Out unmittelbar davor war der Schlüssel zum Sieg.

Dominik Schwardtmann erreicht das Finale

Intensive Vergleiche in den Ko-Runden prägten die 1750er Klasse der Erwachsenen. Andreas Franzen (SV Dohren) punktete im ersten Play-off gegen Leon Callsen (TTSG Urania-Bramfeld) mit Stopps die er mit dem Antibelag klug setzte. Es blieb aber bei einem gewonnenen Satz. Finn Tiedemanns (Todtglüsinger SV) Drei-Satz-Niederlage gegen Marc Bendig (Charlottenburger TSV) dauerte gefühlt fünf Durchgänge und endete mit seiner präzisen Einschätzung: „Der ist noch sicherer als ich“. Nicht unerwartet schaffte es der Berliner bis ins Endspiel. Dort wartete im letzten Match des ersten Tages ein bekanntes Landkreis-Gesicht – Dominik Schwardtmann (TSV Hittfeld). Nach 0:2-Satzrückstand für den Seevetaler holte er den 3. Satz, lag im vierten mit 4:8 hinten und schöpfte bei 9:9 wieder viel Hoffnung. Doch zwei Ballwechsel später landete sein entscheidender Return neben den Tisch und der Berliner bejubelte seinen Erfolg.

Zu gleichen Startzeiten wie am Vortag begannen am Sonntagvormittag die Jugend A (bis 1150 Zähler), die Lea Grzymek (Wandsbeker Turnierbund 1861) gewann und die Erwachsenen C (Höchstwert: 1600 Punkte). Das ausgeglichene Finale blieb spannungsgeladen bis zum letzten Ballwechsel. Michael Beutling, schon am Vortag erfolgreich, kommentierte seine 4:3-Führung im dritten Satz mit einem „geht doch“. Im fünften lag er bei Seitenwechsel mit 5:4 vorn, bei 9:10 schien alles aus. Doch das Time Out seines Gegenübers, Stefan Gatzemeier (TV Fischbek) bei eigenem Matchball, half dem Brandenburger, der mit 12:10 gewann und Titel Nummer zwei gewann.

Maximilian Riekenberg (SV Wacker Osterwald), aus dem Raum Hannover angereist, stoppte im Finale der 1300-Klasse den Siegeszug des Holm-Seppenseners Anh Nhat Pham (Jahrgang 2014) mit sehr viel Mühe im Entscheidungssatz mit 11:9.

Das Starterfeld der A-Klasse der Erwachsenen (0 bis 3000 QTTR-Punkte), mit 49 Teilnehmern auch die größte Turnierklasse, bot technisch, taktisch und der Intensivität der Ballwechsel ein Niveau aus der obersten Schublade. Bei fünf Akteuren lag der QTTR-Wert oberhalb von 2000 Punkten. Jedes Achtelfinal-Match hatte Endspielcharakter. Aus Landkreissicht, erreichte Achmed Dugaew (MTV Brackel) mit dem Viertelfinaleinzug das beste Ergebnis. Bis ins Finale drang David Walle vor, dessen Mutter Angelika die Dame mit der weitesten Anreise war. Der Spieler des VfL Sittensen, früher auch kurzzeitig beim TSC Steinbeck-Meilsen im Einsatz, dominierte die ersten beiden Durchgänge und schloss den zweiten Satz mit einer knallharten, diagonalen Rückhand ab. Das 1:5 im 3. Satz holte er auf, bei 6:6 folgte die Auszeit von Harum Bozanoglu (TuS Germania Schnelsen). Und dann kam der Hamburger zurück ins Spiel, mit aller Macht, seinem ganzen sportlichen Können und einem Monster-Rückhandblock, den kein anderer Akteur an diesem beiden Tagen so spielte. Das Duell Zweier Verbandsligaspieler endete für den Hamburger mit 5:11, 7:11, 11:9, 11:9, 11:6. Ein absoluter Höhepunkt im letzten Match des Wochenendes, bei dem der TuS Fleestedt mit 13 Spielern die meisten eines Vereins aufbot und die vielen Engagierten des TSC Steinbeck-Meilsen eine Top-Organisation ablieferten.

In dem unter diesem Text beigefügten Dokument befinden sich alle erzielten Ergebnisse des ersten großen Cups der Nordheide 2026.

-Ralf Koenecke-

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