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Wettkampfsport  

Handicap Open in Düsseldorf: Noch bis zum 19. Mai anmelden

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Zwangspause werden am Sonntag, 29. Mai, wieder die Handicap Open ausgetragen, das bewährte und erfolgreiche Format für Tischtennisspielerinnen und -spieler mit kleinen und großen Behinderungen.

| TTVN

Anmeldeschluss für die Handicap Open ist der 19. Mai 2022 (Foto: Hannes Doessler) ©Hannes Doessler

„Tischtennis für Menschen mit Behinderung eröffnet den Teilnehmenden die Möglichkeit, zusätzlich zum Regelsport interessante Wettkämpfe zu bestreiten und sich sogar bis zu den Paralympischen Spielen zu qualifizieren“, erklärt Volker Ziegler, Bundestrainer Tischtennis Deutschen Behindertensportverband (DBS). Bei weitem nicht jeder, der ein Handicap hat und im Regelbetrieb in Mannschaften spielt oder an Meisterschaften teilnimmt, hatte schon Kontakt zum Para-Spielbetrieb. Und auf die zielen Ziegler und sein Team mit dem Turnier ab. Ein gutes Beispiel ist Björn Schnake, der 2019 testweise in Niedersachsen an den Landesmeisterschaften für Menschen mit Behinderung teilnahm und dort "entdeckt" wurde. Der inzwischen 50-jährige Hildesheimer mit angeborener Stoffwechselerkrankung spielte im Anschluss die Deutschen Meisterschaften, wurde Teil der Nationalmannschaft, qualifizierte sich für die Paralympics in Tokio und gewann dort Mannschafts-Bronze.

Schnake hatte bereits im Alter von sechs Jahren mit dem Tischtennisspielen begonnen, war aber ausschließlich im Sport der Menschen ohne Behinderungen aktiv. Im Nachwuchsbereich brachte er es bis zum Landesmeister-Titel, spielte mit 15 in der 2. Bundesliga - bis die Krankheit sein Pensum bremste und zusätzlich Familie und Beruf im Mittelpunkt standen. Nach zehnjähriger Tischtennispause sprach ihn Niedersachsens Landesfachwart Para-Tischtennis Johannes Urban auf die Möglichkeit an, im Para-Sport aktiv zu werden. „Bis dahin hatte ich mich gar nicht im Para-Sport gesehen. Ich hatte halt nur eine kleine Einschränkung“, erinnert sich Björn Schnake im Gespräch mit der Hannoverschen Allgemeinen und erläuterte auf tischtennis.de: „Mir fehlt kein Körperteil, dachte ich. Das war bis dahin meine Definition von Behinderung. Dass es an meinem Körper kein Gelenk gibt, das richtig funktioniert, war für mich lediglich eine Einschränkung.“

Schnakes Beispiel kann andere Spieler mit Behinderung, die sonst zwischen Kreisklasse und Bundesliga unterwegs sind oder es waren, dazu motivieren, ihre Möglichkeiten im Behindertensportbereich auszutesten. Die Handicap Open Ende Mai im Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf bieten die Gelegenheit, sich ungezwungen und ohne Druck im Para-Sport auszuprobieren. „Es geht darum, zusammenzukommen, sich kennenzulernen und zu informieren - und natürlich ein Para-Turnier zu bestreiten“, sagt Ziegler. Für den DBS vor Ort sein wird Elzbieta Madejska, Co-Bundestrainerin Nachwuchs Para-Tischtennis, und ein Auge auf potenzielle Talente haben.

Eine Startgebühr wird nicht verlangt, für Getränke und Verpflegung ist gesorgt, nur für Anreise und ggf. Unterkunft müssen die Teilnehmenden selbst sorgen. Und attraktive Preise zu gewinnen, gibt es obendrein. Anmeldungen können bis zum 19. Mai per Mail an Hannes Doesseler, E-Mail: doesseler@dbs-npc.de gesendet werden.

Weitere Informationen gibt es unter www.dbs-tischtennis.de und in der offiziellen Ausschreibung.

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