Wettkampfsport
Kein Happy End für Marklohe
Tischtennis-Oberliga: SCM unterliegt zum Saisonabschluss Arminia Hannover mit 4:6
| TTVN | Frank Nauenburg
„Der hat doch gekokst!“ – dieser natürlich nicht ernst gemeinte Ausruf von Marklohes Florian Buch in seinem ersten Einzel gegen Umut Emre Bassan war spiegelbildlich für die gesamte Begegnung in der Tischtennis-Oberliga zwischen dem SC Marklohe und dem SV Arminia Hannover. Der geneigte Leser erahnt es: Die Gäste setzten sich zum Saisonabschluss knapp aber verdient mit 6:4 in der Lemker Sporthalle durch.
Anlass des erheiternden Ausspruches von Marklohes Spitzenmann war die sportliche Spritzigkeit und die brutale Angriffskonsequenz des gesamten gegnerischen Quartetts, ausnahmslos gespickt mit jungen Spielern türkischer Nationalität. Die Jungs trainieren unterhalb der Woche im Sportinternat in Hannover an der Seite von Bastian Meyer, der am Wochenende beim Deutschlandcup der Jugend in Weinheim weilte (für das Team Niedersachsen sprang dort ein siebter Platz heraus). Bereits in den Eingangsdoppeln wurde ein Angriffsfeuerwerk abgebrannt. Insbesondere Buch und der wieder genesenen Andre Kamischke wurden völlig überrollt, waren chancenlos. Besser machten es am Nebentisch Max Kulins und Dennis Lau, die sich aufgrund des variableren Antrittes hauchdünn durchsetzten.
In den ersten beiden Einzeln gab es dann mächtig „Haue“, nach jeweils knappen Satzabgaben zu Beginn waren Buch und Kulins hinten raus chancenlos. Im zweiten Einzeldurchgang reichte es für Buch, nach feinen Ballwechseln gegen Abdulaziz Anorboev, immerhin zu einem Zähler. Im unteren Paar merkte man Kamischke die coronabedingte Pause nicht annähernd an. „Kami“ brachte seine partiell mentale Explosivität komplett auf den Tisch und hielt sich in seinen beiden Einzeln völlig schadlos. Die klaren Erfolge sorgten dafür, dass der SCM zumindest nach gespielten Bällen am Ende mit 349 zu 341 vorn lagen.
Grund hierfür waren letztendlich auch die knappen Spielabgaben von Ersatzmann Lau. Marklohes Manager wurde damit zur tragischen Figur, denn beide Einzel gingen knapp „in Fünf“ weg. Insbesondere im letzten Einzel des Tages gegen Cezar Cozmolici war mehr drin. Leider nutzte der Stolzenauer im zweiten Satz (12:14) seine Chancen zum wohl vorentscheidenden 2:0 nicht. Am Ende grämte sich aber ob der Niederlage niemand so richtig.
Nach 18 Spieltagen der Serie 2021/2022 platzierte sich das Kreis-Nienburger Aushängeschild auf den dritten Platz. In der kommenden Saison werden die Markloher definitiv das Ziel Regionalliga erneut hoch motiviert in Angriff nehmen.
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