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Titelverteidiger macht es besser als in der Liga
Todtglüsinger SV bezwingt den Ligakonkurrenten Hittfeld II im Herren A Pokal mit 6:1
Hittfeld

| TTVN

©Ralf Koenecke

Abgesagt, verlegt, Halle gesperrt – der Rückrundenstart im Tischtennis-Sport war holprig. Winterliche Wetterkapriolen brachten den Spielplan der Viertelfinalpartien des Kreispokals kräftig durcheinander. Im Wettbewerb der Herren A-Klasse, den Mannschaften, die oberhalb der Kreisebene Punktspiele absolvieren, ging es in der vergangenen Woche nur in der Hittfelder Sportarena an die Tische. Alle anderen drei Partien fanden nicht statt und wurden auf einen neuen Termin verschoben.

Das K.o.-Match beider Teams startete bei 0:0 bei Beginn eines jeden Satzes, da sowohl der gastgebende TSV Hittfeld II als auch der Titelverteidiger Todtglüsinger SV in der Bezirksliga Harburg auf Punktejagd gehen. Im letzten Ligavergleich, Anfang Dezember, siegen die Seevetaler mit 9:5. Doch diesmal lief es ganz anders und unerwartet deutlich nach den Zahlen mit einem 6:1 für Todtglüsingen.

Ausgeglichen startete das Viertelfinale. Die Gästeführung durch Gerth/Petruschat glichen die Hausherren durch Bruns/Hiller wieder aus. Nach diesen beiden Vier-Satz-Partien, wären in den folgenden vier Einzeln auch andere Spielausgänge möglich. Denn alle Begegnungen endeten jeweils im Entscheidungssatz.

Hittfelds Bester, Daniel Bruns, führte nach 1:1-Sätzen mit 3:0 im dritten gegen Jan Louis Gerth (im Bild zu sehen), als dieser mit Time Out unterbrach. Den Satzgewinn des Hittfelders verhinderte er damit nicht, doch im fünften führte der Todtglüsinger bei Seitenwechsel mit 5:1. Die Bruns-Auszeit bei 7:3-Führung seines Gegenübers verhinderte die Niederlage nicht beim ausgepowerten und auch etwas angeschlagenen Hittfeld-Leader. Zeitgleich endete auch die Partie am Nebentisch, einem Einzel, bei dem nichts fehlte. Hittfelds Patrick Liebers führte gegen Todtglüsingens Finn Tiedemann mit 2:0-Sätzen. Bei 8:9 im dritten Durchgang fehlten nur noch drei Bälle zum Sieg. Doch die Auszeit des Top-Akteurs der Gäste änderte alles. Bälle aus der Habdistanz mit viel Energie oder der trockene Block am Tisch – die „Todtglüsinger Wand“ blieb gnadenlos bis zum Matchball, der im Tischeck auf der Rückhandseite des Hittfelders landete. Auch die Einzel im unteren Paarkreuz blieben unterhaltsam, technisch und taktisch anspruchsvoll, begleitet von dem einen oder anderen kurzen, emotionalen Gefühlsausbruch. Marcel Hiller, meist an der Hallentrennwand oder Boxbegrenzung zu finden, brachte die Kugel öfter mit Bogenbällen zurück auf den Tisch. Doch der letzte Return fand nicht den Weg über das Netz und Gerhard Petruschat brachte sein Team so mit 4:1 in Front. Parallel lief vielleicht das beste Match des Abends. Hittfeld-Oldie Holger Mengel drehte seinen Schläger fast bei jedem Ballwechsel. So kamen die Returns des 70jährigen mal mit dem Antibelag, mit geringer Geschwindigkeit oder mit satter Power auf der anderen Seite des Spielgerätes zurück auf den Tisch. Ein Aufschlagfehler Fabian Schrötkes führte zum 2:2-Satzausgleich für den Hittfelder. Auch bei 5:4-Führung Schrötkes bei Seitenwechsel im fünften war weiter alles offen. Dann zog der Gäste-Akteur davon. Den Schrötke-Netzball bekam Mengel noch. Den anschließenden Schmetterball zum Spielgewinn des Todtglüsinger aber nicht mehr. Finn Tiedemann vollendete im nächsten Einzel zum 6:1-Endstand. Beim Matchball flog der Daniel-Bruns-Rückhandball über den Tisch und der Todtglüsinger SV erreichte damit als erstes Team des Herren-A-Pokals das Halbfinale als Titelverteidiger dieses Wettbewerbs.

-Ralf Koenecke-

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