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TTC Förste beim Bundesfinale „Sterne des Sports“ ausgezeichnet

Die Freude war groß beim TTC Förste – auch über Platz 4. Der Verein aus dem Tischtennis-Regionsverband Südniedersachsen qualifizierte sich mit seiner Anti-Rassismus-Kampagne "Nicht in meinem Namen!" für das Bundesfinale „Sterne des Sports“, dass am vergangenen Montag im Rahmen einer digitalen Preisverleihung in der DZ BANK in Berlin stattfand. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte die Initiativen der Vereine und nahm die Auszeichnungen vor.

| TTVN

Norbert Gössling (v.l.), Sascha Ettig und Thorsten Bosse freuen sich über den vierten Platz des TTC Förste beim Bundesfinale der ?Sterne des Sports?. ©Robert Koch / Harz Kurier

„Die Pandemie hat ihre Spuren hinterlassen. Umso mehr hoffen wir alle auf eine Rückkehr in den normalen Alltag, in dem wieder Begegnungen auch mit den vielen Ehrenamtlichen möglich sind; Menschen, die die Gesellschaft mit großer Selbstverständlichkeit am Laufen halten“, sagte Steinmeier im Rahmen der Siegerehrung. „Diese Auszeichnung richtet sich an die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen, die auch jenseits des Sporttreibens etwas für die Gesellschaft tun – und das war vielleicht nie so wichtig wie in den vergangenen zwei Jahren.“

Den ersten Platz und das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro erzielte congrav new sports für sein Projekt „Trendsportzentrum Halle – Ein Freiraum für Jugend, Sport und Kultur“ aus Sachsen-Anhalt. Rang zwei und drei belegten der Sporttreff Karower Dachse aus Berlin und der Verein AS-KA-DO aus Nordrhein-Westfalen. Der TTC Förste teilte sich mit 13 weiteren Finalisten den vierten Platz und darf sich über einen Siegerscheck im Wert von 1.000 Euro freuen.

„Wir fühlen uns sehr geehrt und sind sehr dankbar für diese Auszeichnung. Platz 4 von über 200 teilnehmenden Vereinen ist ein riesiger Erfolg. Außerdem war es eine unglaubliche Erfahrung, einmal beim Bundesfinale mit Bundespräsident Steinmeier teilnehmen zu dürfen“, berichtet Thorsten Bosse, 2. Vorsitzender und Initiator der Kampagne.

Es waren wiederkehrende rechtsradikale Vorfälle in der Region, die den Tischtennisclub Förste in Südniedersachsen im Vorderharz immer wieder aufschreckten. Der Verein entschied sich deshalb unter der Initiative des engagierten Vorsitzenden-Gespanns Sascha Ettig und Thorsten Bosse zu einem unübersehbaren „Nein“ zu jeder Form von Rassismus und Diskriminierung sowie Gewalt und Fremdenfeindlichkeit. So wurde im Frühjahr 2020 die Idee zur Aktion „Nicht in meinem Namen! Wir gegen Rassismus“ geboren.

Bestärkt durch den großen Zuspruch, reichte der TTC Förste seine Bewerbung für die Teilnahme am Wettbewerb „Sterne des Sports“ bei der Volksbank im Harz ein und eine Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf:  Zunächst der Sieg auf lokaler Ebene im September 2021 in Osterode, dann zwei Monate später der erneute Jubel beim Landesentscheid des „Großen Stern des Sports“ in Silber in Hannover und schließlich der krönende Abschluss mit der Teilnahme am Bundesfinale.

Doch mit dem Ende des Wettbewerbs ist für den TTC die Kampagne noch lange nicht vorbei. Der Verein plant bereits weitere Aktivitäten. So bestehen erste Überlegungen für ein Fest der Nationen im Sommer mit Teilnehmenden aus verschiedenen Kulturkreisen mit landestypische Speisen und Musik. „Für die Umsetzung der verschiedenen Aktionen bedarf es weiterer finanzieller Mittel im Kampf gegen den Rassismus, sodass sich auch weiterhin jeder unter webmaster@ttc-foerste.de melden kann, wenn er sich an der Aktion beteiligen und seinen Namen auf unser Trikot und unsere Aktions-Shirts bringen will. Wir brauchen Euch – denn gemeinsam sind wir mehr“, so Bosse.

Die Stimme der Aktion „Nicht in meinem Namen! Wir gegen Rassismus“ ruft also auch weiterhin laut aus dem Harz über die Grenzen Niedersachsens hinaus und setzt ein nachhaltiges Zeichen.

Alle Infos zur Kampagne finden sich auf der Homepage des TTC Förste. Zu deutschlands erfolgreichstem Vereinswettbewerb „Sterne des Sports“ gelangen Sie hier.

Videobeiträge zur Aktion des TTC Förste:

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