TTV 2015 Seelze erhält Auszeichnung für das vereinseigene Schutzkonzept
Die Sportjugend Niedersachsen hat die Auszeichnung „Verein(t) gegensexualisierte Gewalt im Sport“ an den Tischtennisverein (TTV) 2015 Seelze vergeben. Zwei Jahre lang hatte sich der Verein mit einem Konzept für den Schutz vor sexualisierter Gewalt beschäftigt.
| TTVN | Regionssportbund Hannover / Thömen
„Es ist mir eine besondere Freude, dass wir dem TTV Seelze, als ersten Verein in der Region Hannover die Plakette „Ausgezeichnet - Verein(t) zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport“ der Sportjugend Niedersachsen verleihen konnten!!, berichtet Dagmar Ernst vom Regionssportbund Hannover, die zusammen mit ihrer Kollegin Anja Jung (Fachberatung) den Vorstand und die Interessierten beim TTV Seelze begleitet und im Prozess unterstützen konnten. „Es bedeutete viel Engagement und Disziplin seitens des Vereins ein solches Konzept auf die Beine zu stellen.“, so Ernst weiter.
Alle Beteiligten sind stolz auf das tolle Ergebnis, das ein stärkeres Miteinander nach sich ziehen wird in einer sensibleren Vereinskultur. Die Präventionsarbeit mit der thematischen Sensibilisierung in diesem Bereich bietet eine gute Voraussetzung, um die Kinder und Jugendliche in den Vereinen besser zu schützen. Genau deshalb ist das Konzept so wichtig.
„Neben dem eigentlichen Schutzkonzept war es uns besonders wichtig, dass wir die Regeln aus dem Konzept nicht einfach so vom Vorstand, bzw. der Arbeitsgruppe bestimmen, sondern dass sich alle unsere Mitglieder sowie Trainerinnen und Trainer mit dem Konzept identifizieren. Daher haben wir in einem weiteren Plakat zusammen mit Spielerinnen und Spielern sowie dem Trainer-, und Vorstandsteam Punkte entwickelt, die „unsere Haltung im Vereinsleben“ darstellen. Es hängt bei uns in der Halle, sodass es für Alle einzusehen ist. In Zukunft werden wir immer wieder am Konzept arbeiten und schauen, welche Bereiche wir ändern oder erweitern müssen.“, berichtet Franziska Knopp, die als Mitglied der Arbeitsgruppe zum Schutzkonzept vor sexualisierter Gewalt mitgewirkt hat.
Jeder interessierte Verein kann sich gerne beim zugehörigen Regionssportbund (KSB/SSB) melden, um sich über das Konzept zu informieren. Bei der gemeinsamen Erarbeitung mit einem Sportbund und einer Fachberatungsstelle werden die anfallenden Kosten übernommen. Gefördert wird das Projekt durch die Sportjugend Niedersachen/LSB Niedersachsen bzw. die Finanzhilfe des Landes Niedersachsen.
Weitere Infos finden sich hier.
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