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TTVN-Hauptausschuss befürwortet neues Beitragsmodell
Der Tischtennis-Verband Niedersachsen (TTVN) hat bei seiner 22. Hauptausschusssitzung Weichen für die Zukunft gestellt. Die 38 Delegierten aus Stadt-, Kreis-, Regions- und Bezirksverbänden sprachen sich für die Einführung eines neuen Beitragsmodells aus, das die Beitragslast solidarischer verteilt und brachten einen entsprechenden Antrag auf den Weg zum kommenden Verbandstag.
| TTVN | René Rammenstein
Im Toto-Lotto-Saal der Akademie des Sports in Hannover eröffnete TTVN-Präsident Heinz Böhne am vergangenen Sonntag die Sitzung und begrüßte die 38 Delegierten. Anschließend berichtete Geschäftsführer Markus Söhngen über aktuelle Informationen aus dem Verband. Im Fokus stand dabei die bevorstehende PingPongParkinson World Championship 2026, die vom 26. bis 30. September 2026 in Hannover ausgetragen wird.
Der Anmeldestart übertraf bereits in den ersten Tagen alle Erwartungen: „Uns liegen schon vier Tage nach Beginn der Anmeldephase über 500 Registrierungen vor. Dieses große Interesse freut uns sehr. Zudem haben sich mittlerweile über 40 Volunteers über unsere digitale Talentkarte gemeldet“, betonte Söhngen. Für das internationale Großereignis suchen der TTVN und PingPongParkinson Deutschland weiterhin engagierte Helferinnen und Helfer in unterschiedlichen Aufgabenbereichen.
Tischtennis-Kreisverband Holzminden als „Best Practice“ der Nachwuchsförderung
Wie erfolgreiche Nachwuchsarbeit vor Ort aussehen kann, zeigte der Tischtennis-Kreisverband Holzminden. Über die digitale Talentkarte gewann der Kreisverband mit Robin Dreyer einen engagierten Ehrenamtlichen, der seit einem Jahr als Beauftragter für Jugendförderung und Ausbildung wirkt.
Dreyer stellte den Delegierten die bereits realisierten Projekte vor: Eine dezentrale StarTTer-Ausbildung, der Aufbau einer Kreisfördergruppe sowie die Etablierung eines qualifizierten Trainerteams. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Die Zahl der Nachwuchsmannschaften stieg von neun auf 17 (+89 Prozent), die Trainingsangebote von sechs auf 13 (+116 Prozent), die Zahl der Nachwuchsspielerinnen und -spieler von 49 auf 82 (+67 Prozent).
„Unsere Ziele für die kommenden fünf Jahre sind klar definiert“, erklärte Dreyer. Noch 2026 sollen Kids-Races und der Rundlauf-Team-Cup im Kreis etabliert sowie für die neu gewonnenen Nachwuchsspielerinnen und -spieler eine Jugend 11 und 13 Liga angeboten werden.
Solider Haushalt – Reform der Beitragsstruktur
Unter dem Tagesordnungspunkt „Finanzen“ verabschiedete der Hauptausschuss einstimmig den Haushalt 2025 sowie die Planungen für 2026 und 2027. Vizepräsident Finanzen Andreas Schmalz zog eine positive Bilanz: Das Haushaltsjahr 2025 sei deutlich besser abgeschlossen worden als erwartet. Auch für die kommenden Jahre werde mit positiven Ergebnissen kalkuliert.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand jedoch die künftige Beitragsstruktur. Andreas Schmalz stellte im Namen der Arbeitsgruppe Beitragsgestaltung vier Modelle vor und sprach eine Empfehlung aus. Nach intensivem Austausch folgten die Delegierten diesem Vorschlag. Das favorisierte Modell wird nun – mit zwei von den Delegierten gewünschten Anpassungen – als Antrag des Hauptausschusses beim Landesverbandstag am 21. Juni 2026 zur Abstimmung gestellt.
„Alle vier Modelle hatten ein gemeinsames Ziel: Die Nachwuchsarbeit in den Vereinen gezielt zu belohnen“, erklärte Jens Badenhagen, Mitglied der Arbeitsgruppe und Bezirksvorsitzender Lüneburg. „Das ausgewählte Modell setzt dieses Ziel am konsequentesten um. Die Beitragsverteilung wird solidarischer. Vereine mit aktiver Nachwuchsarbeit profitieren, Vereine ohne eigenes Engagement in diesem Bereich tragen solidarisch dazu bei.“
Verbandsschiedsrichter künftig unter 14 Jahren möglich
Neben der Beitragsreform beschloss der Hauptausschuss vier weitere Anträge. Künftig wird der Zuschuss für Sichtungsturniere zur Niedersachsenliga in der Gebührenordnung einheitlich mit 250 Euro pro Turniertag gewährt – unabhängig von der Teilnehmerzahl.
Zudem werden die Honorare für Oberschiedsrichter und Schiedsrichter bei Landesveranstaltungen auf 50 Euro pro Tag sowie bei Punktspielen ab Landesliga auf 30 Euro pro Einsatz angehoben. Eine Änderung der Schiedsrichterordnung ermöglicht darüber hinaus in begründeten Ausnahmefällen die Zulassung von Verbandsschiedsrichtern unter 14 Jahren. Ein Einsatz soll zunächst ausschließlich bei Spielen von Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Auch die Ehrenordnung wird erweitert: Junge Engagierte unter 27 Jahren bilden künftig eine eigene Ehrungsgruppe und können bereits nach fünf Jahren freiwilligen Engagements ausgezeichnet werden. „Dies ist unter anderem ein Ergebnis eines gemeinsamen Workshops des TTVN-Juniorteams mit Vertretern des Präsidiums und der Geschäftsstelle“, erläuterte Martin Bögel, Ressortleiter Jugendarbeit. „Unser Ziel ist es, junge Menschen noch stärker in die Verbandsstrukturen einzubinden und ihr Engagement frühzeitig sichtbar zu würdigen.“
Hier finden sich die beschossenen Anträge.


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