16 Niedersachsen gewinnen bei der PPP-WM in Lignano neun Medaillen
Neue Maßstäbe gesetzt hat die 6. PingPongParkinson-Weltmeisterschaft im italienischen Küstenort Lignano. Mit 324 Teilnehmenden an 36 Tischen war es das weltweit bisher größte Tischtennisturnier für die an Parkinson erkrankten Sportlerinnen und Sportler. Teil der mit 142 Startern angetretenen deutschen Mannschaft, die damit wie immer – außer beim ersten Turnier 2019 in den USA – die größte Gruppe stellte, waren auch 16 Personen aus den niedersächsischen Stützpunkten von PingPongParkinson. Mit vier Startern war der Stützpunkt Sottrum am stärksten vertreten, gefolgt vom Stützpunkt Nordhorn mit drei Startern.
| TTVN | Hilmar Heinrichmeyer
Sechs Spielerinnen und Spieler aus Niedersachsen gelang in Lignano sogar der Sprung auf das Treppchen, wozu in den drei Leistungsklassen in den Konkurrenzen Einzel, Doppel und Mixed insgesamt 15mal die Gelegenheit bestand. Erfolgreichste TTVN-Vertreterin war dabei Sandra Müller (Sande), die in Wettkampfklasse 2 sowohl die Goldmedaille im Doppel (mit der Österreicherin Hermine Hofner) gewann als auch die Bronzemedaille im Einzel.
Zweimal zu Silber gereicht – und das sogar in der Hauptklasse – hat es für Norbert Hase (Warsingsfehn), der wie im Vorjahr Vizeweltmeister im gemischten Doppel an der Seite von Melanie Jeska (WTTV) und im Herren-Doppel zusammen mit Heiko Probst (Eystrup) wurde. Letzterer gewann seine zweite Medaille auch im gemischten Doppel, wo er zusammen mit Andrea Müllner (Bayern) auf Rang 3 kam.
Mit einer Medaille, aber dafür einer goldenen, konnte Thorsten Boomhuis (Nordhorn) die weite Rückreise im Bus antreten. Zum dritten Mal triumphierte er im Herren 1-Doppel an der Seite des dreifachen Weltmeisters Thorsten Flues (WTTV) und sicherte sich damit nach dem Auftaktsieg 2019 in New York bereits seine vierte Goldmedaille. Elke Busch-de Groot (Nordhorn) schaffte es im Damen 1-Doppel zusammen mit Eszter Agnes Nagy (Ungarn) bis in Halbfinale, und eine Klasse tiefer stand Claudia Dill (Hildesheim) zusammen mit der Münsteranerin Hella Gerhard sogar im Doppel-Finale, wo dann aber Sandra Müller sich den Titel sicherte.
Nicht nur für die 16 in Lignano gestarteten, sondern für alle PPP-Spielerinnen und Spieler aus Niedersachsen heißt es nun, sich auf den nächsten Höhepunkt vorzubereiten, wenn Ende September 2026 in Hannover an 80 Tischen die 7. PPP-Weltmeisterschaft ausgetragen wird, bei der eine Verdoppelung der diesjährigen Teilnehmerzahl durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Die Vorbereitungen für dieses Mega-Event haben im TTVN bereits begonnen.
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