Wettkampfsport
Landespokalmeisterschaften: Acht Pokale und sechs Plätze für die Deutschen Pokalmeisterschaften vergeben
Großen Sport und kleine Geschichten boten wieder die Landespokalmeisterschaften in Wolfsburg, ausgerichtet vom SSV Neuhaus: Wiederholungstäter, Debütanten, ehemalige Deutsche Meister oder auch kuriose Beinahe-Duelle.
| TTVN | Andreas Lehmkuhl
Acht Teams konnten sich über den Pokalsieg freuen, für mindestens sechs geht es auch noch weiter zu den Deutschen Pokalmeisterschaften in Hamm vom 14. bis 17. Mai. Für Zweitplatzierte bleibt noch die Hoffnung auf einen Nachrückerplatz. "Das war im letzten Jahr schon ein sensationelles Erlebnis, von dem die Mädchen immer noch sprechen", freute sich zum Beispiel Jens von Garrel, Coach der SG Westerstede/Ekern, über die Qualifikation dafür bei den Damen B.
Die Pokale teilten sich die Teams aus den Bezirksverbänden Weser-Ems (fünf Sieger) und Braunschweig (drei) auf. Das gilt auch für die "Königsklassen", in denen in diesem Jahr besonders starke Spielerinnen und Spieler vertreten waren. "Sehr guter Sport wurde da geboten, nur schade, dass in beiden A-Konkurrenzen nur jeweils drei Mannschaften dabei waren", fand Spielleiter Gerhard Henneicke.
Bei den Damen A siegte der TSV Watenbüttel II vor dem RSC Braunschweig/SV Stöckheim (SG) II und dem Oldenburger TB. Damit konnte sich Watenbüttel auch ein wenig für die Meisterschaftsspiele in der Verbandsliga revanchieren, in denen kein Sieg gegen Braunschweig/Stöckheim II gelungen war. Mit Elena Uludintceva und Pia Rempe waren bei den Siegerinnen zwei Spielerinnen dabei, die häufig auch in der Regionalliga auflaufen. Aber auch Jenny Preuß-Mazier lief zu großer Form auf, sie war schon im letzten Jahr mit Watenbüttel, da allerdings größtenteils in anderer Aufstellung, bei den Deutschen Pokalmeisterschaften dabei.
Auch der Oldenburger TB, Sieger bei den Erwachsenen A, konnte auf Spieler mit höherklassiger Erfahrung bauen. Im Bezirkspokal war der OTB noch hinter dem TV Friedeburg gelandet, nun drehte er den Spieß um und siegte vor Verbandsliga-Meister Friedeburg und dem Underdog TSV Seulingen aus der Landesliga. Mit dem Deutschen Meister der Jungen 15 von 2022, Bastian Meyer, und dem aktuellen Vizemeister dieser Altersklasse, Daniel Nagy, hatte der OTB prominente Verstärkung, die normalerweise auch in der Regionalliga spielt. Gerade im Spiel gegen den letztjährigen Sieger Friedeburg, der mit Christian Reichelt und Stephan Höppner Spieler mit Zweit- und Drittliga-Einsätzen in ihrer Vita dabei hatte, gab es so sehr hochklassigen Sport.
Eine Revanche gab es auch bei den Damen B: Die SG Westerstede/Ekern hatte im Bezirkspokal-Finale noch gegen den TV Dinklage verloren, konnte aber, da das Feld nicht voll war, nun auch in Wolfsburg wieder mitspielen und setzte sich vor Dinklage und dem ESV Lüneburg durch. Mit dem Thema Nachrücken kennt sich Westerstede/Ekern gut aus: Im letzten Jahr rückte die SG erst als Zweiter zum Landespokal nach und dann ebenfalls als Zweiter auch zu den Deutschen Pokalmeisterschaften, wo dann eine Bronzemedaille heraussprang. "Umso schöner, dass wir jetzt auch den Landespokal gewonnen haben und als Sieger nach Hamm fahren, da sind wir jetzt auch hochambitioniert", freute sich Coach Jens von Garrel. Eigentlich möchte sich die sehr junge Mannschaft nun gezielt auf den Bundespokal vorbereiten, angesichts vieler anstehender Veranstaltungen könnte das Training aber doch weniger intensiv ausfallen als geplant.
Besonders knapp ging es in Wolsburg bei den Erwachsenen B zu: Zwar siegte der SV Sandkamp ungeschlagen vor Post SV Uelzen, dem TV Friedeburg II und dem Badenstedter SC II, die einzelnen Spiele hatten es aber in sich. Sandkamp bewies besondere Nervenstärke und gewann alle Partien jeweils erst im letzten Einzel mit 4:3. Und auch die anderen Partien in dieser Konkurrenz waren umkämpft, kein Spiel ging deutlicher aus als 4:2, Spannung gab es bis zuletzt.
Weiter auf Bundesebene geht es für den Sieger bei den Erwachsenen C nicht. Die Konkurrenz für Bezirksklassen-Teams gibt es auf Bundesebene nicht. Trotzdem war die Freude groß beim TTV Stirpe-Oelingen, der sich ganz souverän vor dem TuS Sulingen, der TTSG Leinetal und TT Rottorf/Groß Steinum/Lutterwoelfe (SG) durchsetzte und dabei nur ein einziges Doppel verlor. Für Aufsehen bei den Zuschauern sorgte aber auch das Duell zwischen Sulingen und der SG. Denn hier traf das Team mit dem jüngsten Teilnehmer des Wochenendes auf das mit dem ältesten. Ein Einzel zwischen Constantin Däsler (Jahrgang 2016), der für Sulingen nur ein Einzel verlor, und Jürgen Evers (Jahrgang 1948) gaben die Aufstellungsreihenfolgen der Teams dann aber doch nicht her.
Dass es mal wieder eine Damen D Konkurrenz gab, sogar mit vollem Feld von vier Mannschaften, freute Gerhard Henneicke besonders: "Ich glaube, das habe ich in über 20 Jahren als Ausrichter nicht erlebt". Und am Ende siegte dann auch noch "sein" TTC Schwarz-Rot Gifhorn vor der SG Letter, dem TTC Magni und dem SV Ochtersum. Die Damen-Mannschaft des TTC wurde in dieser Saison neu formiert und musste erstmal in der Kreisliga wieder anfangen. Die größtenteils landesliga-erfahrenen Gifhornerinnen konnten so das Double aus Meisterschaft und Landespokal feiern und könnte auch auf Bundesebene eine ordentliche Rolle spielen.
Beides gilt auch für den MTV Jever VI, der bei den Erwachsenen D souverän vor SV Arminia Hannover VII, STV Rothemühle und dem SC Steinau/Odisheim siegte. Das Niveau war hoch, auch weil gerade Jever und Hannover Spieler einsetzen konnte, die normalerweise eher in den höherklassigen Mannschaften aktiv sind.
Auch bei den Erwachsenen E, wo wie bei den Erwachsenen C nach der Landesebene Schluss ist, siegte der MTV Jever. Dessen siebte Mannschaft setzte sich souverän vor dem Todtglüsinger SV II, dem TSV Bemerode V und dem TSV Heiligendorf durch.
Alle Ergebnisse der Landespokalmeisterschaften gibt es hier.
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