Wettkampfsport
Ungeschlagen im Endspiel - und doch nur Zweiter
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Jugend 19: MTV Engelbostel-Schulenburg belegt Rang 2 bei den Mädchen - TSV Heisede wird Siebter bei den Jungen.
| TTVN | Stephan Hartung
Dramatischer hätte das Ende der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Jugend 19 nicht verlaufen können. Bei den Titelkämpfen in Osterburg, Spielstätte war die Landessportschule Sachsen-Anhalt, kam es in der Mädchen-Klasse zum Finale zwischen den beiden Topfavoriten MTV Engelbostel-Schulenburg und Bayern München. Der Vertreter aus Niedersachsen trennte sich von seinem Gegner 5:5 - also musste das Satzverhältnis für eine Entscheidung sorgen. Hier war der FC Bayern um die Winzigkeit eines einzigen Satzes besser und gewann dadurch die Meisterschaft.
In der Vorrunde hatte der MTV gleich im ersten Spiel einen enormen Brocken vor sich und gewann mit 6:3 gegen den TSV Herrlingen. Das Team aus Baden-Württemberg gewann später das Spiel um Platz 3 gegen den TTC Langen (Hessen). Außerdem siegte Engelbostel in der Gruppe gegen den SV Motor Falkensee (Brandenburg) mit 6:1 und gegen Borussia Düsseldorf mit 6:0. Im Halbfinale gab es gegen Langen ebenfalls ein 6:0. Im Finale gegen München holte der MTV einen zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand auf und glich zum 3:3 aus. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits ein Defizit von einem Satz. Danach verliefen die Spiele mit Sieg und Niederlage auf beiden Seiten ausgeglichen, auch vom Satzverhältnis her, sodass es in der Endabrechnung beim Gesamtstand von 5:5 (19:20 Sätze).
Ähnliche und sogar noch knappere Entscheidungen im Finale einer Deutschen Meisterschaft gab es unter Beteiligungen von Mannschaften aus Niedersachsen bereits in den vergangenen Jahren. 2007 verlor der SC Bettmar (Landkreis Hildesheim) das Endspiel gegen den TuS Uentrop (5:5, Satzverhältnis identisch) nach dem Auszählen der Bälle. Gleiches Schicksal ereilte den RSV Braunschweig im Jahr 2016 im Finale der damaligen Schülerinnen-Klasse gegen den TSV Schwarzenbek (5:5, 16:16 Sätze). Das Ballverhältnis (289:288) sprach für Schwarzenbek. Kurios: Austragungsort war damals, wie jetzt, Osterburg!
In der Konkurrenz Jugend 19 verlor der TSV Heisede seine drei Gruppenspiele mit 0:6 gegen den späteren Deutschen Meister Union Velbert, der das Finale mit 6:2 gegen Bietigheim gewann, und mit 1:6 gegen den TV Eschersheim und 4:6 gegen Bayern München. Im unteren Halbfinale hatte man mit 3:6 gegen Hertha BSC Berlin das Nachsehen. Mit einem Erfolgserlebnis, nämlich mit 6:4-Sieg gegen den TV 03 Wörth im Spiel um Platz 7, verließ der Niedersachsen-Vertreter aus dem Landkreis Hildesheim das Turnier.
„Es war für uns schon eine tolle Sache, dass wir dabei waren“, sagte TSV-Coach Lars Hebel. Denn den Gewinn der Niedersachsenliga, der zur Teilnahme an der bundesweiten Endrunde berechtigte, habe man recht überraschend zum Ende der Saison geschafft. „Für die Jungs war es ein Erlebnis, in Osterburg dabei gewesen zu sein. Ich habe deswegen auch darauf geachtet, dass wir Durchtauschen und alle Spieler zum Einsatz kommen.“ Mit Platz 7 sei man zufrieden, sagte Hebel. „Wenn es ganz optimal gelaufen wäre, dann hätten wir auch Fünfter werden können. Dazu hätte aber alles perfekt laufen müssen.“
Alle Ergebnisse finden sich hier.
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