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Tischtennis-Vorstand Celle tritt nach 32 Jahren im Amt zurück – Ein Blick zurück und nach vorn

Über drei Jahrzehnte leiteten sie die Geschicke des Tischtenniskreisverbands. Jetzt haben sie sich gemeinsam entschlossen, ihre Ehrenämter niederzulegen und auf dem Kreistag nicht erneut zu kandidieren. Der langjährige 1. Vorsitzender Wolfgang Schmitz sowie Schatzmeister Volkhard Troschke prägten den Verband 32 Jahre lang.

Tobias Hainke übernimmt Posten von Wolfgang Schmitz

„Wir wollten schon vor zwei Jahren aufhören. Jetzt haben wir Nachfolger gefunden“, sagt Schmitz. Tobias Hainke ist neuer 1. Vorsitzender und Tom Grünberg übernahm den Posten des Schatzmeisters. Schmitz (72) und Troschke (83) werden dem Tischtennissport weiter erhalten und im Punktspielbetrieb aktiv bleiben. „Tischtennis kann man auch im hohen Alter noch spielen“, sagt Schmitz, der während seiner Zeit beim Bund in Wietzendorf mit dem Sport anfing. Schnell wurde er Trainer, Abteilungsleiter, Kreisschiedsrichterobmann, Staffelleiter – seit 1976 hatte das Mitglied des MTV Oldendorf immer mindestens ein Ehrenamt inne.

Volkhard Troschke ruft Garßener Top-12-Turnier ins Leben

Volkhard Troschke war zuvor leidenschaftlicher Ruderer und Handballer. Bei einem Autounfall hätte er jedoch fast seinen rechten Arm verloren. Handball war ab dann vorbei. Stattdessen trat er 1977 in den Fanfarenzug Niedersachsen ein. „Ich habe auch gleich zwölf Leute mitgebracht“, sagt Troschke. Zwei Jahre später wurde er Spartenleiter. 1994 trat die Abteilung aus, um mit dem TTC Fanfarenzug Niedersachsen Celle-Garßen einen reinen Tischtennisverein zu gründen – mit Troschke als 1. Vorsitzenden. Er war verantwortlich für das internationale Top-12-Turnier, bei dem bis 2019 insgesamt 40 Jahre lang hochkarätige Spieler zu Gast waren. „Dabei war es gar nicht so einfach, gute Spieler zu bekommen, die bereit waren, ohne Bezahlung anzutreten“, sagt Troschke. Als langjähriger Schiedsrichter in der 2. Bundesliga hatte er jedoch die entsprechenden Kontakte.

Dass Schmitz und Troschke so viele Jahre zum Vorstand des Tischtenniskreisverbands Celle gehören würden, hätten sie bei ihrem Amtsantritt 1994 nicht gedacht. Troschke wurde damals von Wilhelm Föge überredet: „Ich habe es nicht bereut, denn ich habe dadurch viele Freunde gefunden.“ Schmitz hatte sich zu einer Kampfabstimmung aufstellen lassen, weil er den ursprünglichen Kandidaten für das Amt als keine gute Wahl ansah: „Offenbar war man danach ja zufrieden mit mir, wenn man mich 32 Jahre am Ruder gelassen hat.“ Wobei Schmitz und Troschke betonen, dass die Zusammenarbeit nur aufgrund des verlässlichen Teams so gut funktioniert hat.

Tischtennis ist nicht mehr so preiswert und die Verbände wälzen finanzielle Probleme auf ihre Mitglieder ab.
Wolfgang Schmitz, früherer Vorsitzender des Tischtenniskreisverbands

Am herausforderndsten seien in den knapp drei Jahrzehnten die Organisation und Durchführung der Großereignisse gewesen. Darunter fallen etwa Aktionen im Rahmen von „Deutschland bewegt sich“ oder die Errichtung eines temporären Sportparks mit Tischtennisplatten auf dem Großen Plan in der Celler Altstadt.

Turnierlizenz verhindert Celler Kreismeisterschaften

Auch die Kreismeisterschaften waren ein riesiges Event mit über 200 Teilnehmern. „Mittlerweile benötigt man im Erwachsenenbereich eine Turnierlizenz. Tischtennis ist nicht mehr so preiswert und die Verbände wälzen finanzielle Probleme auf ihre Mitglieder ab“, sagt Schmitz. Weil viele nicht für eine Turnierlizenz bezahlen wollen, gibt es die Celler Kreismeisterschaften nur noch für die Jugend.

Schmitz und Troschke halten einige Veränderungen der vergangenen Jahre für problematisch, so auch die Verkleinerung der Mannschaften von sechs auf vier Spieler. Trotzdem bleiben sie dem Punktspielbetrieb treu. Hauptgrund ist die Gemeinschaft, wie Schmitz betont: „Es ist einfach schön, wenn man hinterher noch zusammensitzt, miteinander klönt und gemeinsam das ein oder andere Bier trinkt.“

 

Quelle.: CZ